Heimathaus Schladen

Beim schlesischer Nachmittag war das Heimathaus Alte Mühle am 20.01.2024 fast zu klein!

Beim schlesischen Nachmittag freuten sich 65 Gäste wieder über Schlesien zu hören.

Mit fast 60 Besuchern platzte der Veranstaltungsraum des Heimathauses aus allen Nähten. Dicht an dicht saßen die Besucher. Trotzdem fanden etliche nur auf der Treppe Platz. Am Anfang konnten alle sich an Kaffee und den schlesischen Spezialitäten, Mohn- und Strässelkucha laben, die das Ehepaar Stein gespendet hatte. Bei der Begrüßung, die mit dem Berggeist Gruß begann, erinnerte die Vorsitzende des Förderkreises Heimathaus Alte Mühle Dorothee Schacht an das blühende Schlesien mit seiner deutschen Bevölkerung ab dem 13. Jahrhundert, aber auch an die leidvolle und grausame Vertreibung der Deutschen.

Mit dem gemeinsamen Singen des Riesengebirgsliedes „Blaue Berge, grüne Täler“ unter der Begleitung des Zitherspielers Ulrich Zander begann dann das Programm. Bernd Achilles sprach mit seinem Gedicht „ Wir Schlesier“ wohl etlichen Gästen aus der Seele. Danach erinnerte Josef Stein aus Vienenburg an die Enstehung von Schlesien.

Karola Baum und Waltraud Zosel erklärte mit einem Gedicht die schlesische Sprache und Inge Michler trug das Gedichte „Die aalte Karate“ vor. Die Gedichte über den „Sträselkucha“ und „Die Fliege“ , vorgetragen von Brigitte Singer, erheiterten die Besucher. Dorothee Schacht überraschte die Zuhörer mit der Herkunft von Rübezahl, der ursprünglich aus Goslar stammte. Im Anschluss erzählte Josef Stein von einer Begegnung zwischen Rübezahl und dem Kräuteraugust in Vienenburg, wodurch die Höhlen im Harly entstanden sein sollen.

Dazwischen gab es immer zur Abwechslung Musik und schlesische Lieder, bei denen viele Gäste mitsangen. Nach dem Rübezahllied „ Hohe Tannen“ hob Bernd Achilles ein Loblied auf „Mein Breslau“ an. Danach spielte Urich Zander das Lied „ Berslauer Lergen“.

Jutta Weiss erzählte dann von ihren zahlreichen Reisen in die alte Heimat und seiner positiven Entwicklung. Besonders begeistert berichtete sie vom schlesischen Kulturpreis, der seit 1977 vom Land Niedersachsen an Kunst- und Kulturschaffende vergeben wird, die aus Schlesien stammen oder sich mit ihrer besonderen Kunst auf Schlesien beziehen. Er wird jedes Jahr im Wechsel in Schlesien und Niedersachsen vergeben. Im Oktober 2024 findet die Verleihung in unserer Region in Braunschweig statt.

Nach vielen Dankesworten wurde mit dem gemeinsamen „Kein schöner Land“ das Programm beendet. Alle waren begeistert von diesem fröhlichen Nachmittag. In der Ausstellung mit Exponaten aus Schlesien von Josef Stein, konnten die Gäste noch viele Fotos, Büchern und Heften anschauen. Viele waren auch zum Mitnehmen, was besonders jüngere Gäste toll fanden. Der 39. jährige Martin Wojtczyk aus Liebenburg hat noch Verwandte im ehemaligen Oberschlesien und dadurch eine enge Beziehung dazu. Danach klang noch der Nachmittag mit Kaffee, Strässelkucha, vielen Gesprächen und neuen Kontakten im Heimathaus aus.

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