Neu gestaltete Ausstellung im Vereinsraum über die Geschichte des Kaninchenvereines F115
Der Kaninchenzuchtverein F115 Schladen wurde am 16.8.1931 gegründet und wäre 2026 95 Jahre alt geworden. Leider musste der Verein mangels Schladener Züchter jetzt aufgelöst werden, weshalb die Exponate im Heimathaus eine neue Heimat bekommen haben.
1931 waren viele Schladener arbeitslos und hielten sich deshalb Kaninchen, um den Speisezettel aufzubessern. Da war der Weg zum Hobby nicht weit. Ein Foto der Mitglieder aus dem Jahr 1931 ist erhalten. Schon früh wurden auch Preise bei Ausstellungen gewonnen. Viele Pokale und Wanderteller zeigen die Erfolge der Züchter. Aber auch Tätoviergeräte und frühe Protokoll- und Kassenbücher sind jetzt zu sehen. Fotoalben von den Feiern zu dem 50- und 65 jährigen Jubiläum liegen auch zum Erinnern aus.
1946 – 53 war Ferdinand Oldhafer der 1. Vorsitzende. Dieser war der Vater von Hans Oldhafer, der so von klein auf mit der Kaninchenzucht aufwuchs. Von 1960 bis 1986 führte Hans Oldhafer selber die Geschicke des Vereines. Seine besondere Liebe galt den weißen Angorakaninchen, die er dann auch sein ganzes Leben mit großem Erfolg züchtete. Mit seinen Erfolgen hat er Schladen mit den anderen Züchtern nicht nur auf Kreis- und Landesebene bekannt, sonderen auch bundesweit und sogar europaweit brühmt gemacht. So wurde er 2012 in Leipzig zum Europameister (für die beste Zuchtgruppe) und Europachampion (für das beste Tier) gekürt. Viele seiner Pokale und anderen Preise sind auch weiterhin in einer Vitrine in der Ausstellung zu sehen.
Am Sonntag, dem 1. Februar wurde im Heimathaus Alte Mühle in Schladen die Sonderausstellung mit feinen Handarbeiten eröffnet und die auch am 1. März wieder von 14 -17 Uhr bewundert werden kann. Die zahlreichen Gäste waren ganz entzückt von der tollen Ausstellung.
Neu ist, zusätzlich zu der Stickprobe von Ursula von Kaufmann von 1927, auch noch eine Stickprobe von Ludowica Weymann, welche sogar schon im Jahre 1893 gearbeitet wurde. So kann man direkt die Schriften vergleichen. Auch andere feine Stickereien sind noch als Leihgaben dazu gekommen.
Die feinen Handarbeiten sind dann ein letztes Mal noch am Ostersonntag, dem 5. April von 14 -17 Uhr zu sehen. Dann können sich alle die neu gestaltete Ausstellung über die Geschichte des Kaninchenvereines mit vielen Exponaten anschauen. Der Förderkreis freut sich auf viele Besucher.

