Heimathaus Schladen

Hügelgräber lockte viele Gäste ins Heimathaus.

Die Schladener Hügelgräber sind etwa 3300 Jahre alt. Die Epoche wird „Hügelgräber Bronzezeit“ genannt.

Beim 4. Winterabend am 14. Februar 2025 war das Heimathaus Alte Mühle bis auf den letzten Platz gefüllt.


Die Vorsitzende Dorothee Schacht begrüßte erfreut die zahlreichen Gäste und besonders den Referenten Lothar Jungeblut. Er ist ehrenamtlicher Beauftragter für archäologische Denkmalpflege im Landkreis Wolfenbüttel und Vorsitzender des regionalen Archäologievereins FABL e.V..

Sein Vortrag führte die Zuhörer zurück in die tiefe Vergangenheit unserer Heimat. Schon seit der Jungsteinzeit gab es immer wieder Zeiten, in denen es üblich war, Gräber mit kleineren oder auch mit monumentalen, künstlichen Hügeln zu überdecken.
Manche dieser Hügel sind noch heute – nach mehreren tausend Jahren – in der Landschaft sichtbar. Gerade westlich der Oker bei Schladen hatten sich Hügelgräber bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts in einer von Norden nach Süden verlaufenden Kette über mehrere Kilometer erhalten. Ebenso trifft das für den Iberg bei Hornburg östlich der Oker zu.

Leider ist der Bestand dieser vorgeschichtlichen Denkmäler im vergangenen Jahrhundert stark geschwunden. Über die Jahrhunderte, Jahrtausende ist mit einer Zerstörung vieler Grabhügel zu rechnen. Nur wenige wurden untersucht.
Untersuchungen bei Schladen fanden zuletzt 1959-1961 statt. Vermutlich stammen die Hügel danach mehrheitlich aus dem Übergang von der mittleren zur jüngeren Bronzezeit. Damit wären sie etwa 3300 Jahre alt. Die Epoche wird – auch in anderen Regionen – „Hügelgräber Bronzezeit“ genannt.

Im Vortrag wurde der digitale „Denkmalatlas Niedersachsen“ des Landesamtes für Denkmalpflege vorgestellt und gezeigt: https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/ Hier kann jeder Interessierte Basis- und Hintergrundinformationen zu den registrierten Baudenkmälern und archäologischen Denkmälern abrufen. Die Gemeinde Schladen-Werla ist bereits vollständig online verfügbar.

Der Vortrag endete mit dem eindringlichen Appell, die noch vorhandenen Grabhügel zu schützen und eventuelle neue Beschädigungen – z.B. durch Baumwurf nach Sturm – zu melden. Danach beantwortete Jungeblut noch verschiedene Fragen zur archäologischen Denkmalpflege.
Dorothee Schacht bedankte sich herzlich für den interessanten Vortrag. Der Abend klang dann bei Glühwein und angeregten Gesprächen aus.

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