Heimathaus Schladen

Winterabend Zeitreise ins Mittelalter am 09.02.2024 mit Horst Petersen.

Die Gäste konnten bei der Lesung das Mittelalter durch ein Schwert und Helm direkt begreifen.

Der Schriftsteller Horst Petersen entführte die Gäste auf seiner Lesung aus seinem Roman “ Werla “ beim Winterabend rund 1000 Jahre in die Zeit König Heinrichs I. zurück.

Zuerst aber führte Herr Bernd Gothner in die Zeit der Entstehung des Sudmerberges zurück. Vor Urzeiten war dort der Sandstein entstanden, aus dem Bauwerke in Goslar, wie das Breite Tor uva., gebaut wurden. Dann erzählte er, wie er in den vergangenen Jahren die Geschichte der Sudburg im Stadtarchiv Goslar und vielen anderen Quellen recherchiert hat. Dabei hatte er herausgefunden, dass die Sudburg der südlichste Vorposten der Werla und der Entstehungsort Reintingerode, des späteren Oker ist. Daraufhin hatte er eine archäologische Tafel am Sudmerberg mit dem Hinweis auf die geschichtlichen Ereignisse der Sudburg und der Werla nach Überwindung vieler Hindernisse aufgestellt und damit die Informationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Letztes Jahr konnte er die Eröffnung der Tafel vornehmen. Anhand von Fotos erklärte er seine geschichtlichen Erkenntnisse, dass die Sudburg ein wichtiger Ort zur Warnung der Werla vor den Magyaren war, die am Nordrand des Harzes immer wieder ins Reich einfielen.

Der Hobby-Historiker Horst Petersen nahm die Gäste dann mit auf seine Zeitreise. Dafür reichte er ein Schwert und einen Helm herum, die detailgetreu rekonstruiert und handgeschmiedet waren. Auch ein Pfeil war kunstvoll gearbeitet, sodass die Zuhörer fast das Zischen hören konnten.

Im Roman „Werla“ erlebte der junge Volkmar, Sohn eines freien sächsischen Bauern aus dem Burgdorf (heute Werlaburgdorf bei Schladen) seine Jugend bei der Werla und bekommt seine kriegerische Grundausbildung bei seinem Onkel auf der Sudburg in Oker. Danach wird er im befestigten Adelssitz Werla am Okerfluss aufgenommen. Später wird der junge Mann sogar in die Leibgarde des Kaisers eingegliedert.

Der Autor las immer die Wendepunkte der Geschichte vor, wie der Konflikt mit den Magyaren (Ungarn), der für Volkmars Leben und Sterben bestimmend waren. Aber auch die privaten Höhepunkte, wie seine Hochzeit und die Geburten seiner Kinder waren Thema.

Nach der Lesung beantwortete er noch einige Fragen. Bei heißem „Gewürzwein“ und Tee haben die Zuhörer den Abend noch lange Revue passieren lassen. Auch nutzten die Besucher die Gelegenheit dieses und andere Bücher des Autors zu erwerben.

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