Heimathaus Schladen

Steinzeit-Jägerlager am 23.08.2014

Drei Tage später wurde zum steinzeitlichen Jägerlager geladen. Leider fühlte sich ein Wolkenbruch angesprochen. Bei sintflutartigen Regenschauern zogen sich die steinzeitlichen Jäger in die Höhle zurück. Aus dem Jägerlager wurde ein Tag im Museum, bei dem viele Dinge erklärt und auch ausgiebig ausprobiert werden durfte. Piere Ebeling hat sogar den auf dem Dachboden wohnenden Drag entdeckt (dort rasselt er gern bei der Nachtwanderung mit Ketten).

Beim nächsten Event erwartete Henning Schacht die Kinder an der Kiesbank an der Baustelle Fußgängerbrücke in der Oker. Dort warten immer besondere Schätze auf die jungen Forscher. Trotz hohem Wasserstand konnten wieder Bachneunauge, Mühlkoppe, Bachforelle, Aal, Döbel, Moderlieschen und gefangen, bestimmt und vorsichtig ins Wasser zurückgesetzt werden. Ebenso ging es einer Vielzahl von seltenen Insekten. Knoppers, Ballisto und Fruchtsaft rundeten den Tag ab. Auf dem Rückweg zum Schützenplatz zeigte Henning Schacht den Jungen, wie früher aus Bärenklaustengeln Blasrohre gefertigt wurden, und die unreifen Beeren des Holunders zur Munition wurden. Leider hatte er nicht bedacht, dass er bei seiner Größe ein ideales Ziel abgibt. So endete die Exkursion in einer wilden Holunderbeerenschlacht.

Unter Anleitung von Hans-Gert Hotop bauten einige Kinder im Heimathaus am 19. August eifrig die eigenen Kreationen aus dem Metallbaukasten, auch wenn es manchen schwer fiel, sich auf die kleinen Schrauben und anderen Metallteile zu konzentrieren.

Drei Tage später trafen sich die kleinen Modell-Baumeister mit Hans-Gert Hotop und Wolfgang Lohse im Heimathaus, um an ihren kunstvollen Fahrzeugen und Antrieben weiter zu bauen. Besonders eifrig war Philipp Mertineit, der sich jetzt unbedingt einen Metallbaukasten zu Weihnachten wünscht.

Am nächsten Tag wurde zusammen mit Göddeckenröder Kindern ein Steinzeit Telefon gebaut. Schon vor 50.000 Jahren wurden Schwirrhölzer benutzt, wie ein Fund aus Südfrankreich belegt. Nach diesem Vorbild brachten 12 Jungen und Mädchen ihre dünnen Bretter in Form. An Schnüren befestigt entfaltete sich eine vielstimmige Klangfülle. Nach dem Funktionstest wurden die Hölzer nach steinzeitlichem Vorbild angemalt. Als im Anschluss alle Würstchen verputzt waren ging es zum nochmaligen „Konzert“ auf den Vorplatz und dann zum Wasserspielplatz hinter dem Dorfgemeinschaftshaus.

Traditionell beginnt die Nachtwanderung auf dem Königsweg mit Stockbrot, Bratwurst und gerösteten Marschmellos und endet mit einer Finster-Exkursion durch die geheimnisvolle Welt des Museums. Dabei lernen die Kinder, dass man auch ohne Taschenlampe im Dunkeln etwas sehen kann. Allerdings scheinen manche Dinge nicht das zu sein, was man sieht. Auf der Wanderung noch als Schreckgespenst versteckt sah die Sache für Adrian Benz und Pierre Ebeling im Heimathaus ganz anders aus. Nach einer Geschichte über dem auf dem Dachboden lebenden Drag, einem beschützenden Vampir der bei Sichtung bösartig wird, ging es im Dunkeln auf den Dachboden. Begleitet von Kettengerassel über den Köpfen wurden viele wilde Spekulationen aufgebracht. Nur Pierre Ebeling hatte den Mechanismus bei einer früheren Aktion entdeckt und glücklicherweise „dicht gehalten“. Als der spärliche Schein der abgedeckten Taschenlampe auf den vorn stehenden

Deren Kreßmann traf, der im schwarzen Kaputzenshirt wie ein kleiner Mönch aussah, durchfuhr Adrian Benz ein eisiger Schreck. Mit einem lauten Aufschrei trat er gefolgt von den anderen die Flucht nach unten an. Auch auf intensives Nachfragen und Bitte auf nochmalige Suche nach dem Drag vertröstete Henning Schacht auf die nächste Nachtwanderung in den Ferien 2015.

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